Potenziale ausloten, die abseits gängiger Standards erlauben, Ressourcen schonend und zukunftsweisend zu Bauen und gleichzeitig dazu auffordern, nach einem eigenen Ausdruck in der Architektur zu suchen, eben weil Systeme neu gedacht, Strukturen definiert werden müssen, darüber sprach der Zürcher Architekt Roger Boltshauser in seinem Vortrag an der ArchitekturWerkstatt. Er nennt dies «Arbeiten an der Sprache der Architektur».
Die Bauten Roger Boltshausers sind geprägt von einer intelligenten, aus den eingesetzten Materialien und deren Konstruktionsbedingungen entwickelten Formgebung und Raumbildung. Sie zeugen gleichzeitig von einer engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdisziplinen. Mit dem Bauingenieur Jürg Conzett, dem Haustechniker Marco Waldhauser oder dem Lehmbauer Martin Rauch hat er wegweisende Projekte realisiert und Konzepte entwickelt, die in der Verwendung der eingesetzten Materialien neue Wege bestreiten und damit nach einem eigenen Ausdruck verlangen. In seinem Vortrag spricht Roger Boltshauser über dieses «Arbeiten an der Sprache der Architektur».
Astrid Staufer arbeitet seit 1994 gemeinsam mit Thomas Hasler. Parallel zur Baupraxis engagiert sie sich in Forschung und Lehre. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine profunde Reflexion und Verschränkung der unterschiedlichen Tätigkeitsfelder aus. Diese Wechselwirkungen und Spiegelungen von Fragestellungen finden sich nicht zuletzt in den Projekten des Büros wieder, das den jeweiligen lokalen und konstruktiven Charakteristiken nachspürt, um daraus eine «poetische Logik» (Andrej Tarkovskij) zu erringen. In Ihrem Vortrag wird Astrid Staufer diese Bezüge unter anderem anhand des Bundesverwaltungsgerichts in St.Gallen erläutern.
Martin Fröhlich, Professor an der EPFL Lausanne, hat mit Yannick Claessens und den Studierenden die technischen Gewebe der Sefar AG genutzt, um einen Rückzugsort zu gestalten, der vor WLAN und ähnlichen Wellen geschützt ist: die Kabine ohne Netzanschluss.
Credits: Schaub Stierli Fotografie
Dominique Salathé, Leiter Institut Architektur FHNW, hat mit Axel Gassmann und Tommy Neuenschwander und den Studierenden die Badezimmerarchitektur neu gedacht und die Vorwandinstallationen der Geberit AG in eine Rauminstallation überführt und damit sichtbar gemacht.
Das Studio von Lando Rossmaier und Johannes Käferstein, HSLU Luzern, untersucht und hinterfragt im Rahmen der Swiss Spring School den Türgriff in seinen variierenden Facetten und Ausprägungen. Die Studierenden werden eigene Griffe entwerfen. Die beiden Studioleiter haben dazu einen eigenen Blog einrichtet, der über den Fortgang der Arbeiten berichtet.






